
Das milde Leuchten des nach der römischen Liebesgöttin benannten Planeten trügt. Unter einer undurchdringlichen, dichten Wolkenhülle, die nur 2 % des eingestrahlten Sonnenlichts bis zur Oberfläche durchdringen lässt, verbirgt sich eine wahre Gluthölle. Aus den Wolken regnet es Schwefelsäure, und die Temperatur der extrem dichten, fast völlig aus Kohlendioxid bestehenden Treibhausatmosphäre liegt bei über 450 °C. Der Luftdruck am Boden ist fast so hoch wie der Druck in 900 Metern Wassertiefe auf der Erde. Ein Bild von der Oberfläche lieferte erst die Raumsonde Magellan, die den Planeten zwischen 1989 und 1994 mit Radarwellen abgetastet und genau vermessen hat.
