Willkommen in der Planetenallee

Mit diesem Modell des Sonnensystems will der „Freundeskreis Mannheimer Planetarium e.V.“ interessante Informationen zum Sonnensystem vermitteln und die erstaunlichen Dimensionen veranschaulichen.

Zwar weiß jeder, dass unsere Erde gemeinsam mit den anderen Planeten um die Sonne kreist. Aber kaum jemand kann sich auch nur annähernd die wahren Dimensionen des Sonnensystems vorstellen. Weder Bücher noch Filme oder interaktive Medien können dies erlebbar machen.

Das entlang der Augustaanlage zwischen Planetarium und Wasserturm angeordnete, maßstabsgetreue Modell des Sonnensystems stellt die Größe der Sonne, der Planeten und die Entfernungen zwischen den Himmelskörpern in ein- und demselben Maßstab 1:4,5 Milliarden dar. Ein Zentimeter im Modell entspricht 45.000 Kilometer in der Natur.

Die Anlage besteht aus der als leuchtende Kugel mit knapp 31 cm Durchmesser in eine 360 cm hohe gläserne Stele integrierten Modellsonne sowie 12 in den Boden eingelassenen Glasscheiben, die den Standort des jeweiligen Planeten markieren. Da die Scheiben genau den Durchmesser der „Modellsonne" haben, lässt sich die im Vergleich zur Sonne winzige Größe der Planeten sofort erkennen. Auf diese Weise wird erlebbar, wie verloren winzig die Planeten im Vergleich zu der gigantischen Ausdehnung des Sonnensystems sind.

Die Planetenscheiben

Die Planetenscheiben

Die Planeten werden in der maßstäblich korrekten Entfernung von der Sonne als kleine schwarze Punkte von entsprechendem Durchmesser auf Glasscheiben abgebildet. Die Scheiben sind in den Boden eingelassen, werden von unten beleuchtet und haben einen Durchmesser, der genau dem Durchmesser der Modellsonne entspricht. Auf diese Weise ist ein direkter Größenvergleich zwischen Planet und Sonne möglich. Von jeder Planetenposition aus ist die leuchtende Sonnenkugel unter dem Winkeldurchmesser zu sehen, wie sie am Himmel über dem betreffenden Planeten erscheint.

Zur Abgrenzung vom umgebenden wassergebundenen Belag sind die Glasscheiben in eine 3 x 1 Meter große Betonpflasterspange eingebettet. Die Abstände zwischen den darin eingelassenen Nägeln zeigen, welche Distanz der jeweilige Planet innerhalb von 24 Stunden zurücklegt.

Die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars werden sowohl in ihrer sonnennahen Position, dem "Perihel" (Aussprache: "Peri-Hel"), als auch in ihrer sonnenfernen Position, dem "Aphel" (Aussprache: "Ap-Hel") dargestellt. Damit wird erkennbar, dass die Planetenbahnen – zum Teil sogar stark – elliptisch sind. Die äußeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun werden aus Platzgründen nur einmal gezeigt. Auf allen Planetenscheiben befinden sich QR-Codes, mit denen per Smartphone Informationen abgerufen werden können. So lässt sich bei einem Spaziergang über die Planetenallee viel über das Sonnensystem erfahren. Und wer noch mehr über die Planeten, Sterne und Galaxien sehen und hören will, besucht das in unmittelbarer Nähe benachbarte Planetarium. Viel Spaß dabei!